Auszeit?
Auszeit beenden

Oktober 2019

Samstag, 05.10., 18:00 Uhr
Wochenschlussandacht

Sonntag, 06.10., 10:30 Uhr
Gottesdienst (Prädikantin Buchsein), anschl. Kirchkaffee

Samstag, 12.10., 18:00 Uhr
Taizé-Andacht (Pfarrer Göpfert)
(ab 17:00 Offenes Einsingen)

Sonntag, 13.10., 09:30 Uhr
Gottesdienst (Pfarrer Göpfert)

Samstag, 19.10., 18:00 Uhr
Wochenschlussandacht (Pfarrer Göpfert)

Sonntag, 20.10.
10:00 Uhr ElKiGo
10:30 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl (Pfarrer Göpfert)

Samstag, 26.10., 18:00 Uhr
Musikalische Wochenschlussandacht
mit dem Ev. Posaunenchor, Ltg.: Pit Weigand

Sonntag, 27.10., 09:30 Uhr
Gottesdienst

Donnerstag, 31.10., 19:00 Uhr
Gemeinsamer Gottesdienst zum Reformationstag mit Abendmahl (Pfarrer Göpfert)

Zum Reformationstag am 31. Oktober:

Auch in ihrem 502. Jahr feiert die Evangelische Kirche die Erinnerung an den legendären Thesenanschlag Martin Luthers mit Gottesdiensten am Reformationstag.
In der Ev. Christuskirche findet am Abend um 19 Uhr ein Gottsdienst statt, zu dem alle herzlich eingeladen sind.
Die Liturgie hält Pfarrer Göpfert, es spielt der Ev. Posaunenchor unter der Leitung von Pit Weigand.


Nach einer Legende nagelte der Augustinermönch Martin Luther am Morgen des 31. Oktober 1517 seine „95 Thesen“ an die Tür der Wittenberger Schlosskirche. Sicher ist, dass er seine Thesen an den Erzbischof Albrecht von Mainz sandte.
Luther wollte damit die Theologen aufrufen, öffentlich zu klären, ob Menschen weiterhin Ablassbriefe kaufen sollten. Durch Ablassbriefe wollten sich die Gläubigen damals von der zeitlichen Strafe Gottes für ihre Sünden befreien.

Zu Martin Luther, der seit 1514 in der Wittenberger Stadtkirche predigte, kamen Menschen um zu beichten. Sie erzählten ihm von den Ablassbriefen, die sie in den Städten Jüterbog oder Zerbst erwerben konnten. Die Gläubigen fragten ihn: „Hat Gott mir meine Sünden tatsächlich vergeben, als ich diesen Ablassbrief kaufte?“ Luthers Antwort war ein klares „Nein“. Seine Überzeugung zeigt sich deutlich in These 36: „Jeder Christ, ohne Ausnahme, der wahrhaft Reue empfindet, hat völlige Vergebung von Strafe und Schuld, die ihm auch ohne Ablassbriefe gebührt.“

Luther vertrat die Ansicht, dass Gott in erster Linie nicht ein strafender Gott ist, der darauf erpicht ist, Menschen für ihre Sünden ins Fegefeuer zu schicken. Laut Luther wendet sich Gott dem Menschen in Liebe zu. Um zu dieser Erkenntnis zu kommen, verbrachte er viele einsame Stunden mit großem Zweifel: „Ich hasste dieses Wort 'Gerechtigkeit Gottes' " sagte Luther 1545 rückblickend. Der Durchbruch gelang ihm, als er in der Studierstube im Turm des Wittenberger Augustiner- Eremitenklosters saß. Dort stieß er auf diese Bibelstelle: „Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ Sie steht im 1. Kapitel des Römerbriefes. Luther leuchtete ein: Nicht durch Ablass- Spenden, nicht durch gute Taten, nur durch den Glauben alleine erfährt der Mensch einen gnädigen Gott. Deshalb sah es Luther als falsch an, Ablässe zu erwerben.

Laut Luther wendet sich Gott dem Menschen in Liebe zu. Zwischen Gott und den Menschen gibt es keine Instanz, die beurteilt, wer Gott recht ist und wer nicht. Allein die Bibel ist die Grundlage des christlichen Glaubens und nur Christus hat Autorität über die Gläubigen – nicht die Kirche. Nicht durch das eigene Handeln erfahren die Menschen die Zuwendung und Liebe Gottes, sondern durch Gottes Gnade und ihren Glauben. Die wesentlichen Punkte der Reformation, die auch heute noch gemeinsamer Nenner der protestantischen Kirchen sind, werden oft mit dem vierfachen „Allein ...“ ausgedrückt: Sola scriptura – allein die Schrift ist die Grundlage des christlichen Glaubens, nicht die (nur mit der Autorität der Bischöfe oder des Papstes entstandene) Tradition (Galater 2, 6- 9). Solus Christus – allein Christus, nicht die Kirche, hat Autorität über Gläubige (Epheser 5, 23- 24). Sola gratia – allein durch die Gnade Gottes wird der glaubende Mensch errettet, nicht durch eigenes Tun (Römer 1, 17). Sola fide – allein durch den Glauben wird der Mensch gerechtfertigt, nicht durch gute Werke (Galater 2, 16).